Chakras

Die sieben energetischen Zentren

Cakras Dagmar FraschLebenskraft in der Beschreibung alter indischer Schriften

Lebenskraft manifestiere sich – nach den alten Indern – im System der sieben energetischen Zentren, den Cakras. Mulahara mit dem Element Erde wäre das unterste Cakra am tiefsten Punkt der Wirbelsäule. Als Kronencakra, sahasrara,  wird dann das oberste Cakra jenseits aller Stofflichkeit angeführt mit Sitz an der Schädeldecke .

Die Energie der Cakras wäre in jedem Menschen tätig. Die Lebenskraft (in Sanskrit Kundalini oder allgemeiner auch Prana genannt) könne man angeblich durch entsprechende Übungen lernen wahrzunehmen.

Die Cakras sind aber kein Teil des physischen, grobstofflichen und damit physiologisch fassbaren Körpers. Wenn es sie gibt, sind sie Teil einer feineren Ebene. Ob man so etwas für möglich hält sollte jeder Mensch für sich selbst beurteilen.

Auch ob man eventuell einer solch feineren, energetischen Ebene eine Bedeutung beimessen will, möge jeder einzelne für sich entscheiden.  Yogins verweisen bei Begriffen wie Meridiane, im Yoga auch Nadis genannt oder auch bei einem Begriff wie Prana mit Nachdruck darauf, dass man nur das annehmen solle, was man an sich selbst erfahren kann. V.a. in Indien gibt es auch Forschungen und Studien, von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen kann aber sicher nicht gesprochen werden.

S. dazu:

Selvarajan Yesudian/Elisabeth Haich: Sport und Yoga

Ma Yoga Shakti/Swami Satyananda: Dynamik des Yoga

Hatha Yoga - Yoga-Schule Satya Stuttgart

EDELSTEINE

Yoga und sein Übungssystem kommen sicher auch ohne Edelsteine aus. Dennoch sei der Verweis erlaubt, dass schon in den ältesten vedischen Schriften vor mehreren tausend Jahren Edelsteine beschrieben werden. Edelsteine seien an dieser Stelle nur erwähnt, weil sie einen Fingerzeig dafür bieten, dass der Yoga ursprünglich aus einer anderen Zeit und einer anderen Weltbetrachtung stammt. Darüber hinaus wird ihnen eine Beziehung zu den Cakras nachgesagt.

Wenn wir uns diesem Thema nähern, dürfen wir durchaus skeptisch sein. So berichtet selbst Yogananda, einer der berühmtesten indischen Yogalehrer, die in den Westen gingen, wie er als junger Yogaschüler manches in den vedischen Schriften angezweifelt hat. Sein Yogalehrer, Sri Yukteswar, ermahnte ihn zu wissenschaftlichem Denken. Das hieß, er sollte eine Sache erst prüfen, statt ihr mit Vorurteilen zu begegnen und leichtfertig abzutun.

Wie bei allem, besonders aber bei Edelsteinen, wäre eine individuelle Zuordnung zur Person vorzunehmen. Als Yogalehrer füge ich aber hinzu: Beginnen Sie mit Übungen, und wenn Sie wirklich einige Zeit geübt haben, können Sie sich auch, wenn Sie wollen, mit anderen Bereichen des alten Umfelds des Yoga beschäftigen.