Yoga als Naturheilkunde ?

Yoga, so sieht es zumindest der indische Yogaminister der Regierung Narendra Modis, war in Indien eine alte, aber universell anwendbare Heilslehre (www.spiegel.de/spiegel/print/d-132040396.htm). Es ging Ihnen demnach um ein gesundheitliches Wohlbefinden in einem umfassenden Sinne. Aber Vorsicht: Auch wenn Yoga von seinem Ansatz her so angelegt sein mag:  Yoga ersetzt nicht die Schulmedizin oder andere Therapieformen oder kann irgendwelche Erfolge versprechen.

Ganesha – der Gott des (Yoga -) Anfangs

Es geht hier nur darum, die Blickrichtung zu beschreiben, aus der der Yoga heraus entstand. Wenn aber die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei ihrer Definition von Gesundheit über das gängige Schema des körperlichen Funktionierens weit hinausgeht, könnte es durchaus sein, dass Yoga in diesem Zusammenhang als Heilslehre auch eine Rolle spielen könnte. Wie gesagt: Es geht nicht darum, unsere wissenschaftliche Medizin oder andere Therapien zu ersetzen oder zu verdrängen. Aber Yoga kümmert sich auch seit Jahrtausenden um den ganzen Menschen und könnte eine Ergänzung sein.

Yoga nimmt auch das spirituelle Geschehen mit ins Spiel.  Und auch der Westen nimmt heutzutage Spiritualität zunehmend in seine gesundheitlichen Forschungen und Betrachtungen mit auf. Präventionkurse  mit Yogaübungen im Sinne von § 20 des Sozialgesetzbuches wurden dann durch gesetzliche Krankenkassen auch zuschussfähig. Alles immer unter dem Blickwinkel, wissenschaftliche Medizin nicht zu ersetzen, sondern zu erweitern. Und Yoga bringt auch nicht wirklich etwas Neues. Denn all das, was durch Yoga erfahren wird, schlummert sowieso in uns und kann auch durch andere Methoden entdeckt werden. Viele fühlen sich aber durch die klare Struktur des Yoga angezogen.

Ob früher in Indien oder heute in Stuttgart oder sonstwo in Europa: Yoga kann von seinem ursprünglichen ganzheitlichen Ansatz jedenfalls nicht wirklich getrennt werden.